„Ich bin anders“ – und deswegen cool!

Wie sie das „Anderssein“ definieren, was sie darüber denken und wie sie fühlen- Mit einem facettenreichen Bühnenprogramm zum Thema „Diversität“ begeisterten die „anders 2.0“- Projektteilnehmer unterschiedlicher Nationalitäten ihr Publikum.

„Was die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Projektleitern auf die Beine gestellt haben, ist unglaublich toll“, schwärmt Krass-Gründerin Claudia Seidensticker-Fountis vor der Halle der Freizeiteinrichtung Icklack. Die Abschlussveranstaltung des integrativen Projekts „anders 2.0“ begeisterte nicht nur die Gründerin von KRASS e.V.

Im Rahmen einer Performance-Nacht präsentierten die Jugendlichen, was sie in den vergangenen zehn Wochen zum Thema „Diversität“ erarbeiteten. Entstanden sind zahlreiche Werke von Kurzfilm über Malerei & Graffiti bis hin zu Rap und Poetry. „Wir finden es toll, wenn die Jugendlichen ihre eigene Sprache in der Kunst finden, um ihrem Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen“, so die Projektleiter Barbara Rückert und Jason Firchow, die die Teilnehmer bei der Umsetzung der Werke unterstützten. Das Bühnenprogramm konnte sich sehen lassen: ein Kurzfilm, der sich kritisch mit dem Thema „Konsumgesellschaft“ auseinandersetzt, ein herzergreifendes Gedicht, das sich den Themen Flucht und Vertreibung widmet und Hip-Hop-Lyrics über Freundschaften und das „Anderssein“.

Für Darleen geht mit der Abschlussveranstaltung eine sehr bedeutende Zeit zu Ende. Die 14-jährige Gesamtschülerin hat während des Projektes „anders 2.0“ nicht nur viele neue Freundschaften geschlossen, sondern auch persönliche Erkenntnisse gewonnen: Während sie vor ihrer Teilnahme am Projekt lieber im Hintergrund stand, bemerkte sie jetzt, dass sie sich auch ganz vorne wohlfühlen kann. „Ich habe mich einer unangenehmen Situation gestellt und bin auf der Bühne über mich hinausgewachsen“, so die Teilnehmerin, die sich wünscht, dass Jugendliche das „tolle“ Angebot von KRASS e.V. wahrnehmen. Auch Kilian und Manuel schauen mit der Abschlussveranstaltung auf eine persönliche Entwicklung zurück. Beide sind ihren Projektleitern für die Unterstützung dankbar: „Wir konnten uns komplett frei ausleben und wurden im Laufe der Zeit immer kreativer in unseren Ideen“.

Damit haben die Projektleiter auch in der zweiten Auflage des Erfolgsprojektes „anders“ ihr Ziel erreicht, denn Rückert und Firchow wollen die Teilnehmer darin bestärken, auf ihr Inneres zu hören und mit allen Mitteln der Kunst in einen kulturellen Austausch zu treten. Dabei ist den Projektleitern besonders wichtig, dass die Teilnehmer ihr „Anderssein“ als Chance begreifen.

Das inklusive und integrative Angebot geht ab Februar 2018 im Haus der Jugend (JAB) in die dritte Runde. Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren sind herzlich eingeladen, an dem Projekt teilzunehmen.

Weitere Informationen folgen in Kürze!

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