Ziel des Projektes
Das Projekt NextGenBoys bietet moderne, kreative Jungenarbeit als wirkungsvolle Extremismusprävention und Teilhabeförderung in einem sozial herausgeforderten Umfeld (u. a. Düsseldorf Stadtbezirk 08). Es richtet sich an Jungen und junge Männer im Alter von 10 bis 21 Jahren mit Flucht- oder Migrationsgeschichte sowie aus dem direkten Umfeld. Ziel ist es, kreative Potenziale zu heben, die Identität und Selbstwirksamkeit zu stärken, Vorurteile abzubauen und gewaltfreie Kommunikation zu vermitteln. Über die Verknüpfung von Kunst, Musik und Sport erleben die Teilnehmenden Vielfalt als Bereicherung, entwickeln mentale Widerstandskraft und werden nachhaltig gegen extremistische Einflüsse gestärkt.
Ablauf
Das Angebot basiert auf vier zentralen Säulen, die unterschiedliche Ausdrucksformen fördern:
- Musikproduktion: Komponieren, Texte schreiben und Songs/Videos aufnehmen, um eigenen Gefühlen eine Stimme zu verleihen.
- Bildende Kunst: Visuelle Ausdrucksformen zur Selbstwahrnehmung und Reflexion.
- Boxtraining: Vermittlung von Werten wie Respekt, Fairness, Disziplin und gewaltfreier Konfliktlösung.
- Gemeinsame Ausflüge: Besuche von Kultur- und Sportveranstaltungen zur Vertiefung des Austauschs und Aufbaus von Freundschaften zwischen geflüchteten und einheimischen Jungen.
Während der Schulzeit findet das Training einmal wöchentlich für drei Stunden statt; in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien werden mehrtägige Intensiv-Workshops angeboten.
Ort und Zeit
Das Projekt läuft von Januar bis Dezember 2026. Die Aktivitäten finden in Düsseldorf (Bezirk 08, u. a. in und an Flüchtlingsunterkünften, Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie im Rahmen von Kooperationen mit internationalen Schulklassen) statt. Die Zielgruppe umfasst 10 bis 15 Jungen* im Alter von 10 bis 21 Jahren.
Wirkung
Das Projekt schafft einen sicheren Raum zur Identitätsbildung und gesellschaftlichen Teilhabe. Durch den Abbau von Vorurteilen und das gemeinsame Erleben von Kunst und Sport wird der Zusammenhalt zwischen geflüchteten und einheimischen Jugendlichen nachhaltig gestärkt. Die Teilnehmenden erlernen konstruktive Methoden der Konfliktlösung, entwickeln Selbstbewusstsein und erkennen ihre eigene wertvolle Rolle in der Gesellschaft, was sie langfristig resistenter gegen extremistische Gedankengüter macht.

