Back to the roots: Battles mit spielerischem Charakter !

„Beim HipHop geht es um Respekt!“ erklärt Franziska Schulz den Teilnehmern des Tanzkurses „back to the roots“. Seit 2017 leitet die 28-jährige das Angebot von KRASS e.V. an der Anne-Frank-Realschule gemeinsam mit Mira Scholz.

Spielerischen Charakter im Blick behalten
Jeden Donnerstag nehmen bis zu zwanzig Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Jahrgangsstufe an dem Angebot teil. Die Kursleiterin bringt neben mehrjähriger Erfahrungen aus der Tanzszene auch reichlich Wissen rund um die Kunstform mit und versorgt ihre Teilnehmer mit Eckdaten: Die Hip-Hop-Kultur entwickelte sich in der New Yorker Bronx der 1970er Jahre. Spätestens seit Mitte der 1990’er Jahre hat sich die weltweit größte Jugendbewegung auch in Deutschland etabliert und dient Kindern und Jugendlichen als Sprachrohr. „Wichtig ist, dass die Teilnehmer niemals den spielerischen Charakter beim Battlen verlieren“, erklärt Franziska Schulz. Battlen bezeichnet ein Duell, bei dem zwei Tänzer gegeneinander antreten. „Doch“ fügt Schulz hinzu, „immer aus Spaß und auf der Basis von Respekt und Austausch.“ Die ausgebildete Juristin erlebt das das Tanzen als belebenden und kreativen Ausgleich zu ihrer Tätigkeit im Verwaltungsgericht.

Gemeinschaftsgefühl steht im Vordergrund
Die Vielfalt im Kurs spiegelt sich ganz besonders in der Choreographie wieder: von Basics über Freestyle werden den Teilnehmern Variationen aus den „Urban Styles“ vermittelt, aber auch viel Raum für die eigenen Wünsche geboten. Angeleitete Schritte werden mehrfach wiederholt, dazwischen dürfen die Teilnehmer auch eigene Choreos einwerfen. Was den Kurs auszeichnet, ist das Gemeinschaftsgefühl, mit dem Leiterin und Teilnehmer vorgehen. Jede eigens initiierte Bewegung wird in den Kurs integriert und von allen gemeinsam wiederholt. Wer nach hitzigen Konkurrenzkämpfen sucht, wird hier nicht fündig. Ganz im Gegenteil: Die Teilnehmer tanzen und lernen gemeinsam. Im Vordergrund steht das „wir“ und nicht nur das „ich“. Dadurch entdecken die Teilnehmer die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten des Tanzes für sich und üben sich gleichzeitig als Teamplayer. Von männlicher Dominanz, die so typisch für die Hip-Hop-Szene ist, merkt man hier übrigens auch nichts: Im Tanzkurs sind die Schülerinnen nämlich deutlich in der Überzahl!

Elsa tanzt
Neben dem Tanzkurs an der Anne-Frank-Realschule betreut Franziska Schulz einen weiteren an der Jan-Wellem-Förderschule. Beide Kurse sind Teil des KRASSen Angebotes „Elsa tanzt“. Von der Bildungsmaßnahme, die speziell auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten wird, profitieren Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren. Weitere Informationen zu „Elsa tanzt“ lesen Sie hier