Erfolgsprojekt „anders“ geht in die dritte Runde

30 Teilnehmer, riesige Ideen und unbegrenzte Möglichkeiten: Unter dem Stichwort „Diversität“ bringt das integrative Projekt von KRASS e.V. Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung zusammen, die ihr „Anderssein“ in den Rubriken Film, Mode, bildende Kunst, Rap, Graffity und Poetry zum Ausdruck bringen. Eine Abschlussveranstaltung mit buntem Bühnenprogramm erwartet das Publikum am 13.05. im JAB.

Viele Ideen, Interessen und Pläne
Farbdosen, Schablonen, Sticker und Leinwände – allerlei Kunstmaterial steht auf mehreren Tischen verteilt. Auf der Bühne rappen Jugendliche ins Mikro, eine Gruppe von Jugendlichen steht noch in der Ecke der Halle vom JAB – sichtlich in Gedanken: Wie kann man „Anderssein“ beschreiben oder aufzeigen, wie darüber rappen? Mit diesen Fragen setzen sich die 14- bis 20-Jährigen in unterschiedlichen Kunstformen auseinander. Ihnen zur Seite stehen Projektleiter Jason Firchow und Barbara Rückert. „Die Ideen stammen von den Teilnehmern, wir unterstützen sie nur in der Umsetzung“, so Barbara Rückert, die von den ersten Impulsen überwältigt ist. Von Film, Mode, bildende Kunst, über Musik und Rap, bis hin zu Graffity und Poetry- die „anders 3.0“-Teilnehmer haben viele Ideen, Interessen und Pläne, mit denen sie vor ihr Publikum treten möchten.

Von Modekollektionen, Musikvideos und arabisch-sprachigen Raps
So wollen Nadja, Maxin und Sofia von der Dieter-Forte-Gesamtschule ihre eigene Kostüm-Kollektion auf die Beine stellen und gehen dabei einen sehr kreativen Weg: Die Kollektion ist nicht auf Stoffe beschränkt, sondern beinhaltet auch unterschiedliche Materialien wie Papier, Zeitung und ähnliches. Geplant ist auch ein Musikvideo von einer Reihe von Jugendlichen, die sich multimedial mit persönlichen Themen auseinandersetzen wollen. Ahmad hingegen hat noch keine genaueren Vorstellungen davon, wie er sich einbringen könnte. Doch bringt der 15-jährige Schüler mit Fluchterfahrung schon konkrete Interessen und Hobbies mit: „I like performing my own lyrics“, so der Gesamtschüler (Heinrich-Heine-Gesamtschule Düsseldorf). Mit seiner Familie verließ Ahmad seine Heimat Syrien und lebt seit einem Jahr in Düsseldorf.

Ideen gemeinsam in eine Form gießen
Für die Projektleiter ist es von immenser Bedeutung, dass sich die Teilnehmer sich eigeninitiativ und persönlich einbringen. Ob die Texte nun auf Deutsch, Englisch oder Arabisch über die Lippen gehen, ist ihnen überlassen. „Wir finden es sehr gut, wenn die Teilnehmer mit diffusen Gedanken zum Projekt kommen und noch nicht genau wissen, was sie machen wollen, denn hier gießen wir die Ideen gemeinsam in eine Form“, so die KRASSen Projektleiter.

Bekannte Gesichter
Auch bekannte Gesichter aus den vergangenen Runden von „anders“ sind wieder dabei: Zartosht nutzte anders 2.0 als Plattform, um seine Gedanken zum Thema Diverstität an die Öffentlichkeit zu bringen. Das Gedicht, das er auf der Abschlussveranstaltung vortrug, stellt zwei Fluchterfahrungen gegenüber: die Flucht aus Deutschland im Zuge des Zweitem Weltkrieges und die Flucht nach Deutschland (aktuell).

„anders“ genießt gute Resonanz an Schulen
Nicht nur bei den Teilnehmern und dem Publikum, sondern auch an Schulen kommt das Erfolgsprojekt von KRASS e.V. sehr gut an: „Wir erhielten mehrfach die Rückmeldung der Lehrerinnen und Lehrern, dass sich die Kommunikation zwischen Schülern mit und ohne Fluchterfahrung durch „anders“ verbessert habe“, erklären Barbara Rückert und Jason Firchow. Darüber hinaus sind im Rahmen des Projektes Freundschaften entstanden: „Wir möchten, dass sich Schüler aus Regel- und Seiteneinsteiger-Klassen näher kommen, an einem Strang ziehen und sich kreativ begegnen“, so Barbara Rückert.

Alle Daten zum Projekt auf einen Blick
Start: 19.02.2018
Ende: 13. Mai 2018
Jeden Montag zwischen 17.30-21.00 Uhr im JAB
(Haus der Jugend, Lacombletstraße 10, 40239 Düsseldorf)

Zur Abschlussveranstaltung von „anders 3.0“, am 13.05.2018, im JAB sind alle Medienvertreter und Interessenten herzlich eingeladen. Weitere Informationen zum Programm und zur Uhrzeit folgen in den kommenden Wochen.