KRASS e.V. bringt Kinder in Düsseldorf in den Kunstpalast – danach werden sie selbst kreativ!
Was passiert, wenn Kinder Kunst nicht nur anschauen, sondern wirklich erleben dürfen? Wenn ein Museumsbesuch nicht bei stiller Betrachtung endet, sondern Neugier weckt und eigene Ideen freisetzt? Genau hier setzt das gemeinsame Projekt von KRASS e.V. und den Freunden des Kunstpalastes an.
Viele Kinder haben bislang kaum Berührungspunkte mit Museen oder Kunstinstitutionen. Umso wichtiger sind Angebote, die Schwellen abbauen und Kunst als etwas Lebendiges, Persönliches und Zugängliches vermitteln. In Düsseldorf ermöglichen KRASS e.V. und der Kunstpalast genau diesen Zugang für Kinder.
Kunst als Erlebnisraum für Kinder
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Idee, Kunst nicht nur zu betrachten und zu erklären, sondern erfahrbar zu machen. Bilder, Skulpturen und Installationen wirken auf unterschiedliche Weise: Sie erzählen Geschichten, wecken Erinnerungen, lösen Gefühle aus und regen zum Nachdenken an. Gerade für Kinder ist diese Form der Auseinandersetzung besonders wertvoll – sie stärkt Ausdrucksfähigkeit, Selbstvertrauen und Fantasie.
Nach dem Museumsbesuch geht’s dann für die Kinder in das KRASS-Kinderatelier. Dort haben sie die Möglichkeit, die gewonnenen Eindrücke kreativ weiterzuentwickeln und eigene Kunstwerke zu gestalten. Die Teilnahme ist für die Kinder kostenfrei, alle Materialien werden gestellt. Begleitet und angeleitet werden sie dabei von professionellen Künstlerinnen und Künstlern, die den kreativen Prozess unterstützen und Raum für individuelle Ideen schaffen.
Ein Projekt mit Struktur – und viel Raum für Kreativität
Die Freunde des Kunstpalastes verfolgen das Ziel, neue Zielgruppen langfristig für das Museum zu begeistern. Neben etablierten Angeboten wie freiem Eintritt, Kulturgutscheinen oder dem Jugendclub braucht es dafür vor allem frühe Begegnungen mit Kunst. KRASS e.V. ergänzt dieses Engagement seit 2024 mit einem pädagogisch begleiteten Projekt speziell für Schulklassen.
Das Programm folgt einem klaren, dreiteiligen Konzept:
- In den Schulen bereiten KRASS-Künstler die Kinder auf den Museumsbesuch vor. Sie stellen den Kunstpalast vor, geben Einblicke in aktuelle Ausstellungen und schaffen erste Anknüpfungspunkte.
- Im Museum erleben die Kinder die Kunstwerke im Original. Sie entdecken Details, stellen Fragen und entwickeln einen eigenen Zugang zu den ausgestellten Arbeiten – oft verbunden mit einem spürbaren Staunen.
- Im KRASSen Kinderatelier werden die Eindrücke weitergeführt. Inspiriert vom Museumsbesuch setzen die Kinder ihre Gedanken kreativ um und gestalten eigene Kunstwerke.
Auf diese Weise wird der Kunstpalast nicht nur besucht, sondern nachhaltig erlebt.
Zahlen, die Wirkung zeigen
Bislang konnten durch das Projekt 25 Kindergruppen mit rund 800 Kindern, die zuvor kaum oder keinen Kontakt zum Museum hatten, für Kunst begeistert werden. Ein Engagement, das zeigt, wie wirkungsvoll kulturelle Bildungsarbeit sein kann, wenn sie Kinder ernst nimmt und ihnen Raum zur eigenen Gestaltung gibt.
Schulen, die Interesse an diesem Angebot haben, können sich bei KRASS e.V. informieren.
Gut zu wissen: Wie wurde man eigentlich früher berühmt?
Früher gab es keine Smartphones und Instagram. Wenn Künstler berühmt werden wollten, mussten sie jemanden finden, der ihre Kunst kauft und an die Wand hängt – meistens Könige, Adlige oder die Kirche. Im Kunstpalast kannst du heute Werke sehen, die früher in riesigen Schlössern hingen. Stell dir vor, diese Bilder waren damals der „Bildschirm“ der Menschen, um die Welt zu entdecken.
Und wußtest du, warum Menschen auf alten Bildern manchmal ziemlich grimmig gucken?
Ist dir aufgefallen, dass Menschen auf alten Porträts kaum lächeln? Das liegt nicht daran, dass sie keinen Spaß hatten! Früher dauerte das Malen eines Porträts viele Stunden oder sogar Tage. Da war es viel zu anstrengend, die ganze Zeit zu lächeln. Die Leute mussten ganz stillhalten, damit der Maler sie perfekt abpausen konnte.
Und warum gibt es im Museum so viele Wärter ?
Vielleicht wunderst du dich, warum in jedem Raum eine Aufsichtsperson steht. Das sind die Bodyguards der Kunst! Da Farben und Leinwände oft hunderte Jahre alt sind, sind sie sehr empfindlich. Schon ein kleiner Fingerabdruck kann der Kunst schaden. Deshalb gilt im Museum: Augen auf, Finger weg!

